C.A.R.M.E.N.-Jahrbuch 2006/2007: Nach den Erfolgen der ersten beiden Ausgaben
veröffentlicht C.A.R.M.E.N. zum dritten Mal in Folge das Jahrbuch 2006/2007
"Nachwachsende Rohstoffe - Wirtschaftsfaktor Biomasse".
Das Jahrbuch stelle ein unverzichtbares Nachschlagewerk für Wirtschaft und
Politik dar. Namhafte Autoren und C.A.R.M.E.N.-Mitarbeiter stellen die Nachwachsenden
Rohstoffe unter den Aspekten Geschichte, energetische und stoffliche Verwertung,
Politik und Förderung vor.
Das Jahrbuch beinhaltet eine umfassende Sammlung von weit mehr als 2.000
internationalen Adressen der Firmen und Einrichtungen, die sich mit dem Thema
Nachwachsende Rohstoffe beschäftigen. Im Vergleich zu den ersten Ausgaben wurde
der Adressenteil deutlich ausgebaut.
Bayerns Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller, bewertet das
C.A.R.M.E.N.-Jahrbuch als wichtiges Branchenverzeichnis, das die positive Entwicklung und
zunehmende Etablierung der Nachwachsenden Rohstoffe dokumentiert und so zur Verbreitung
von Innovationen und Standards auf dem sektor Biomasse beiträgt.
Tagungsband zum 15. C.A.R.M.E.N.-Symposium
Nachwachsende Rohstoffe - Ein nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz
Beschreibung (Pressemitteilung zur Veranstaltung):
Über 300 Teilnehmer beim C.A.R.M.E.N.-Symposium
Klimaschutz löst großes Interesse aus
Straubing, 06. Juli 2007 * (schu) * Ganz im Zeichen des Klimaschutzes stand das 15.
C.A.R.M.E.N.-Symposium am 2. und 3. Juli 2007 in Straubing, der Stadt der Nachwachsenden
Rohstoffe. Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts,
darin waren sich die über 300 Symposiumsteilnehmer einig. Die Folgerungen hieraus und der
Beitrag, den Nachwachsende Rohstoffe zum Klimaschutz leisten können, standen auf
dem Tagungsprogramm.
Was kommt auf uns zu?
"Klimawandel - Was kommt auf uns zu?" unter diesem Leitgedanken präsentierte
Prof. Hartmut Graßl, Vorsitzender des Bayerischen Klimarates, im Fachplenum die
Folgen für die Land- und Forstwirtschaft. Hitzewellen mit Sturzfluten, Bodenerosion,
Trockenheit und Schädlingseinwanderung können von der Forstwirtschaft
aufgrund der langfristig angelegten Bestände weitaus schlechter abgefangen werden
als von der Landwirtschaft, die meist einjährige Pflanzen anbaut. Auch wenn der
Klimawandel bereits eingesetzt hat, könnten die Auswirkungen durch eine
entsprechende politische Weichenstellung doch zumindest abgeschwächt werden.
Emissionsreduktion
Im Fachblock zur Energetischen Nutzung wurden zunächst Emissionen thematisiert.
Der verstärkte Einsatz von Holz in Kleinfeuerungsanlagen macht die Novellierung des
Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV) dringend erforderlich. Wesentliche
Inhalte des Referentenentwurfes wurden vorgestellt, sowie Maßnahmen zur
Reduktion von Staub- und CO2-Emissionen.
Technische Ansätze
Im Fachbereich "Technik" wurden Stirlingtechnologie, Strohverbrennung und Dampfturbinen
behandelt. Stirlingmotoren könnten sich zukünftig im kontinuierlichen Betrieb
bewähren, für die schnelle Leistungsbereitstellung haben sie sich als ungeeignet
erwiesen. Derzeit wird nach neuesten Erkenntnissen ein überarbeiteter Motortyp für
Testläufe an der FH Regensburg aufgebaut. Anhand der sich anschließenden Versuche
soll die Technik weiter optimiert werden, so dass daraus möglicherweise der Motor
der Zukunft entsteht.
Praktische Erfahrungen aus Dänemark zum Einsatz von Stroh als Energieträger
wurden in einem auf englisch gehaltenen Referat vorgestellt. Elektrizität aus
Stroh ist derzeit ähnlich teuer wie konventionell produzierter Strom. In Dänemark
werden überwiegend 500-kg-Ballen verarbeitet, das erleichtert die Logistik, in einem
Einzelfall wird das Stroh zuvor pelletiert.
Dampfturbinen zur dezentralen Versorgung mit Energie und Wärme waren Thema des
abschließenden Referats dieses Fachblocks. Sie werden in Kraftwerken für fossile
und Kernbrennstoffe eingesetzt. Aufgrund ihres geringen Wartungsaufwandes können sie
auch weiterhin ihre Position behaupten und nach entsprechenden Umbaumaßnahmen
ebenfalls zur Dampfherstellung in Hackschnitzelheizungsanlagen zum Einsatz kommen.
Industrieller Klimaschutz
Im Fachblock der stofflichen Nutzung stand der industrielle Klimaschutz im Fokus.
Verstärkte Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei der stofflichen Verwertung
Nachwachsender Rohstoffe haben technische Anwendungen wie Innenverkleidungselemente im
Fahrzeugbau und Dämmstoffe aus heimischen Fasern wieder aufleben und sich
qualitativ weiter entwickeln lassen. Steigende Rohölpreise lassen diese Nawaros-
Produkte auch preislich gegenüber ihren fossilen Konkurrenten bestehen.
Schmierstoffe können ebenfalls ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Zwar stammen die
in Deutschland eingesetzten Stoffe überwiegend aus der Petrochemie, jedoch gibt es
vielfältige Biomassebasierte Alternativen. Deren ökologische Vor- und Nachteile
wiederum hängen von den eingesetzten Biomasserohstoffen und der Verwendungsart ab.
Das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt befindet sich mit
einer Anbaufläche von 15.000 ha in der bayerischen Hallertau. Auch wenn Hopfen für die
Bierherstellung eingesetzt wird, bleiben noch reichlich Abfälle übrig,
die bisher kaum Verwertung fanden. Durch die einzigartige Struktur der Hopfenrebe,
die im Querschnitt ein Röhrensystem aufweist, kann z. B. eine Verwendung als
Isolationsmaterial möglich sein.
Biokunststoffe, die häufig Nachwachsende Rohstoffe enthalten und kompostierbar
sind, können während der gesamten Nutzungsphase durch Lebenszyklusanalysen in
ihren Umweltauswirkungen beschrieben und weiter optimiert werden. Diese Daten
können durch eine Umweltprodukterklärung in einer einheitlichen Form auch
an den Kunden kommuniziert werden. Für viele Mater-Bi-Produkte hat die Firma Novamont
diese Analysen und Beschreibungen bereits erstellt.
Als weiteres erfolgreiches Produkt aus Nachwachsenden Rohstoffen wurde auch das
kompostierbare T-Shirt von Trigema vorgestellt.
Biogas, Brennstoffzellen und Biokraftstoffe
Am zweiten Tag standen in parallelen Seminaren Biogasanlagen und Biokraftstoffe auf
dem Programm. Im Referat über den Beitrag von Biogasanlagen zum Klima- und Umweltschutz
wurde beispielsweise deutlich, dass der Einsatz von aufgereinigtem Biogas als Kraftstoff
die größte Kilometerleistung aller bisherigen Biokraftstoffe aufweist.
Wichtig bei der Biogasproduktion ist allerdings die gasdichte Abdeckung des gesamten
Prozesses.
In das Erdgasnetz eingespeistes Biogas kann viele neue Einsatzfelder erschließen,
da mit dem Erdgasnetz ein weit ausgebautes Transportnetz zur Verfügung steht.
Die Brennstoffzelle kann ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der
Stromausbeute und der Ökoeffizienz leisten.
Hinsichtlich der Biokraftstoffe hat in Deutschland und Europa Biodiesel große
Bedeutung, Bio-Ethanol holt auf. In allen übrigen Kontinenten ist Ethanol der
meistgenutzte Biokraftstoff, jedoch entstehen zunehmend auch Biodieselanlagen.
Ein breiteres Pflanzenspektrum für die Produktion von Biokraftstoffen dürfte erst
mittelfristig bedeutsam sein.
Tagungsband zum 14. C.A.R.M.E.N.-Forum
Nachwachsende Rohstoffe im Spannungsfeld wachsender Märkte
Beschreibung (Pressemitteilung zur Veranstaltung):
C.A.R.M.E.N.-Forum: Nachwachsende Rohstoffe im Spannungsfeld wachsender Märkte
Nahrung und Energie - Widerspruch oder Synergie
Straubing, 02. April 2007* (schu) * Das 14. C.A.R.M.E.N.-Forum in Straubing stand am 26. März 2007
unter dem Titel "Nachwachsende Rohstoffe im Spannungsfeld wachsender Märkte".
Wie sehr dieses Spannungsfeld die Branche bewegt, zeigte sich in der enormen Resonanz auf die Tagung.
Über 350 Teilnehmer, Vertreter von Behörden, Banken, Verbänden und der verarbeitenden
Industrie ebenso wie Landwirte, Waldbesitzer und fachlich Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich
mit diesem aktuellen Thema auseinander zu setzen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Bayerischen
Bauernverband und von C.A.R.M.E.N. e.V., der bayerischen Koordinierungsstelle für Nachwachsende
Rohstoffe durchgeführt.
In seiner Eröffnungsrede betonte Landwirtschaftsminister Josef Miller: "Die Bioenergieerzeugung
aus der Landwirtschaft kann in Synergie zur Nahrungsmittelerzeugung treten, wenn das Gesamtsystem
aus beiden Erzeugungsrichtungen so ausbalanciert wird, dass für Landwirtschaft,
Ernährungswirtschaft und Agrar-Energiewirtschaft das Optimum gesucht und gefunden wird."
Um diese Verwertungsrichtungen gegenseitig auszutarieren, wurde an der TU München
(Wissenschaftszentrum Weihenstephan) bereits ein Forschungsauftrag initiiert.
Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, machte deutlich, dass er an
Nachwachsenden Rohstoffen keine Kritik gelten lässt. Wer ein Spannungsfeld zwischen Nachwachsenden
Rohstoffen und Nahrungsmitteln fürchtet, übersieht die sich bietenden Chancen.
"Wenn bei jeder Investition, egal in welchen Bereich, die Grundsätze der betriebswirtschaftlichen
Planung eingehalten werden, wird es nur "positive Spannungen" zwischen den Nachwachsenden Rohstoffen
und der Nahrungsmittelproduktion für uns Landwirte geben", erklärte Sonnleitner.
1. Block: Marktsituation Nachwachsender Rohstoffe
Unter dem Blickwinkel der internationalen Agrarpolitik ging Prof. Dr. Otmar Seibert von der Fachhochschule
Weihenstephan auf Produktions- und Markttrends Nachwachsender Rohstoffe ein. Beim Getreide wird derzeit
etwa 9 Prozent der Weltproduktion für die Stärke- und Energiebereitstellung eingesetzt.
Die Lagerbestände nehmen insgesamt ab, der Weltmarktpreis steigt. Auch beim Pflanzenöl wird
ein zunehmender Bedarf für menschliche Ernährung, Biokraftstoffe und Verfütterung registriert.
Hierdurch ergeben sich viele wichtige Herausforderungen, z. B. die Überarbeitung des Zollsystems
und die Schaffung eines weltweiten Zertifizierungssystems zur Bewertung der Umweltverträglichkeit.
Dr. Armin Vetter von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft sieht derzeit und in naher Zukunft
keine wesentliche Bedeutung im Anbau von Energiepflanzen auf dem Ackerland. Dennoch stellte auch er fest,
dass die welt- und deutschlandweite Nachfrage nach Biomasse ansteigt. Damit ist aus marktwirtschaftlichen
Gründen ein Preisanstieg verbunden, unabhängig davon, ob die Rohstoffe später für
Ernährungszwecke, Futtermittel oder Energieerzeugung eingesetzt werden.
2. Block: Rohstoffproduktion - Neue Ansätze für Produzenten
Sven Böse von der Saaten Union stellte Getreide als klimatisch am besten angepassten und vielfältig
nutzbaren Nachwachsenden Rohstoff vor. Über optimierte Anbauverfahren und entsprechende Sorten könnte
es zukünftig noch energieeffizienter erzeugt werden.
Verwertungsmöglichkeiten für Non-Food-Mais präsentierte Dr. Joachim Eder von der Bayerischen Landesanstalt
für Landwirtschaft. Einerseits wird Mais als Rohstoff für z. B. die Papier- und Pharmaindustrie oder
die Kleberproduktion genutzt, andererseits kommt die Energieerzeugung in Biogasanlagen und mittelfristig
auch die Kraftstoffproduktion in Frage. Insbesondere für die Biogaserzeugung werden an Mais als Substrat
besondere Anforderungen gestellt, an deren Optimierung die Landesanstalt arbeitet.
Dr. Jürgen Bauer von der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern, wies auf das hohe ungenutzte
Holzpotenzial bayerischer Wälder hin. Unter Beachtung des Nachhaltigkeitsgrundsatzes kann die
Holznutzung weiter verstärkt werden. Die Holzstoffströme haben sich grundsätzlich
geändert. Insbesondere die Nachfrage im energetischen Bereich ist auch durch zunehmende Installation
automatisch beschickter Feuerungsanlagen stark gestiegen. Weil außerdem die Konkurrenz zwischen
energetischer und stofflicher Holznutzung weiter zunehmen wird, kann der Anbau von Energiewäldern zur
Erhöhung der Rohstoffversorgungssicherheit beitragen.
3. Block: Rohstoffsicherung - Herausforderung für Betreibermodelle
Dr. Fred Zeller von der Süddeutschen Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft (SZVG) ging auf die
Rohstoffversorgung für die Ethanolproduktion ein. Aufgrund der zu erwartenden Reformen der
EU-Zuckermarktordnung haben die süddeutschen Rübenbauer seit langem eine Nutzung der
Zuckerrübe außerhalb des Lebensmittelbereichs ins Auge gefasst. Eine Verwertung von Rüben
für die Ethanolerzeugung scheint hier erfolgversprechend. Bereits jetzt werden 55 Prozent aller
Ethanolrüben der Südzucker AG in Bayern erzeugt
Die "Rohstoffflüsse eines Biomasseheizwerks" stellte Marion Höcht vom Maschinenring
Tirschenreuth e.V. vor. Zwar sind die Landwirte die Besitzer der Biomasse, sie fungieren vielfach
jedoch als reine Rohstofflieferanten und tendenziell werden Rohstofflieferanten weltweit immer ärmer.
Mit Unterstützung des Maschinenringes kann eine Verlängerung der Wertschöpfungskette
und eine Steigerung der regionalen Wertschöpfung erreicht und der Landwirt stärker eingebunden
werden.
Auch Mathias Klöffel vom Bayerischen Bauernverband Röhn-Grabfeld gestand dem Entscheidungsbereich
der Landwirte eine hohe Bedeutung zu. Nur die Landwirte können entscheiden, ob sie selber investieren oder
nur ihre Rohstoffe abliefern. Diese Fragen stellen sich im Zusammenhang mit dem Thema Biogas immer wieder.
Eine Kombination ist hier vielfach als Idealfall anzusehen. Außerdem ist eine sinnvolle Verwertung
der Abwärmenutzung anzustreben, wodurch die Wirtschaftlichkeit deutlich erhöht werden kann.
Unterrichtsmaterialien Nachwachsende Rohstoffe für Hauptschulen
Dieser Band enthält neun Unterrichtseinheiten zum Thema Nachwachsende Rohstoffe.
Zu den Bereichen energetische oder stoffliche Verwertung werden Bausteine für einen
fächerübergreifenden Unterricht angeboten.
Sie bilden kein durchgehendes Konzept, sonder sollen als Bausteine angesehen und
verwendet werden. Das gedruckte Material beginnt bei jeder Einheit mit mindestens einer
farbigen Projektor-Folie. Sie soll in das Thema einführen und Anlass zu ersten
Gesprächen sein. Hier werden z. B. die Gewinnung der Rohstoffe, deren Verarbeitung
oder die Vielfalt der Produkte dargestellt.
Die Kopiervorlagen in Schwarz-Weiß können (auf Folie kopiert) direkt zur Gestaltung des
Unterrichts verwendet werden. Als Kopien für die SchülerInnen sind sie z. B. eine
Grundlage für Hefteinträge. Jede Folie und jede Kopiervorlage wird ausführlich
kommentiert.
Die beiliegende CD enthält alle Unterrichtseinheiten als Power-Point-
Präsentation. Dazu wurden die Bilder der Folien und auch die der Kopiervorlagen
didaktisch aufbereitet und in eine Abfolge von Bildern zerlegt.
Weitere Bausteine können tiefergehende unterrichtliche Arbeit ermöglichen:
Einfache Experimente werden hier auf Nachwachsende Rohstoffe übertragen.
Hinweise zu Exkursionszielen regen an zu Unterrichtsgängen. Alle Firmen sind nach
Rücksprache bereit, Schulklassen über ihre Arbeit zu informieren.
Internetadressen können helfen, in einzelne Bereiche weiter einzusteigen.
Eine Auswahl an Berufsbildern soll speziell Schülern nach dem Qualifizierenden
Hauptschulabschluss oder der mittleren Reife Entscheidungshilfen für die anstehende
Berufswahl geben.
Ein Glossar erklärt Fachbegriffe, die möglicherweise noch unbekannt sind.
Unterrichtsmaterialien Nachwachsende Rohstoffe
Nachwachsende Rohstoffe - Benz : Scharf : Weber (HRSG.)
Folienatlas: ca. 200 Seiten
Herausgeber: Aulis Verlag Deubner; 2. Auflage: 2001
Sprache: Deutsch
ISBN 3-7614-2426-4
Preis:
24,93 Euro inkl. MwSt.
Beschreibung:
Fünf Jahre sind seit dem Erscheinen der 1. Auflage des Unterrichtsmaterials
Nachwachsende Rohstoffe vergangen. Seither haben sich die Nachwachsenden Rohstoffe in
allen Bereichen der Forschung und Anwendung weiterentwickelt. Um diesen Neuerungen
Rechnung zu tragen, wurden alle Kapitel grundlegend überarbeitet und auf den neuesten
Stand gebracht.
Zum Aufbau der Themeneinheiten
Der Folienatlas "Nachwachsende Rohstoffe" enthält 16 Themeneinheiten für den Unterricht
in der S I und der S II. Sie bilden Bausteine für einen facherübergreifenden
Unterricht.
Jedes Unterrichtsbeispiel beginnt mit einer 4-farbigen Folie (F), die wichtige Aspekte
des Themas visualisiert. Diese können Rohstoffgewinnung, Verarbeitung oder
Produktvielfalt betreffen. Die Farbfolie soll in das betreffende Gebiet einführen und
Anlass zu ersten Unterrichtsgesprächen sein.
Ausführliche Fachinformationen (i) zu jedem Thema liefern das nötige Hintergrundwissen
für die Lehrerin und den Lehrer. Für die Inhalte zeichnen die jeweiligen Verfasser(Innen)
verantwortlich.
Die Kopiervorlagen (K) können, auf Folie übertragen, direkt verwendbare Unterrichtshilfen
sein. Als Kopien für Schülerinnen und Schüler erfassen und gliedern sie Teilaspekte des
Themas. Zu jeder Kopiervorlage gibt es einen Kommentar; dieser findet sich im Anschluss
an die Fachinformationen.
Arbeitsblätter (A) fassen zusammen oder dienen den Schülerinnen und Schülern zur
Selbstkontrolle.
Fragen- und Antwortkataloge (Fr) können aufzeigen, was aus der Sicht der Verfasserin oder
des Verfassers wichtig ist. Auch sie dienen dazu, die Inhalte der einzelnen Kapitel zu
überprüfen.
Eine Sammlung von Experimenten (E) soll den direkten Umgang mit Nachwachsenden Rohstoffen
ermöglichen. Viele der Versuche sind auch als Schüler(innen)experimente nutzbar, sowohl
in Arbeitsgemeinschaften als auch in Facharbeiten. Kontakte mit Firmen
(s. Exkursionsadressen) können die wirtschaftliche Seite betonen.
Allen Autorinnen und Autoren der Unterrichtsbeispiele war es ein Anliegen, den
fächerübergreifenden Ansatz zu betonen. Das Thema "Nachwachsende Rohstoffe" hat einen
starken Alltagsbezug, es ist in den Biologie- und Chemieunterricht ebenso einzubringen
wie in die Fächer Deutsch, Erdkunde, Wirtschaft, Politik und Ethik. Unter dem Aspekt
Nachhaltige Entwicklung (sustainable development), wie ihn die Forstwirtschaft schon
über 100 Jahre kennt, ergeben sich viele ökologische Ansätze. In einem so innovativen
Gebiet wie dem der Nachwachsenden Rohstoffe ergeben sich täglich Neuerungen. Deshalb
sind die Autor(inn)en für Hinweise zu neuen Produkten, aktuellem Zahlenmaterial etc.
sehr dankbar. Autorinnen und Autoren sowie die Herausgeberin und die Herausgeber
wünschen sich eine weite Verbreitung der Informationen über Nachwachsende Rohstoffe.
Bereits die Generation der heutigen Schülerinnen und Schüler wird mit veränderten
Rohstoff- und Klimabedingungen konfrontiert werden.Vielleicht kann die Diskussion über
die Bedeutung der Nachwachsenden Rohstoffe einen kleinen Beitrag zur Bewältigung dieser
wichtigen Fragen leisten.